Optimierung der Bewerberauswahl bei Azubis bei einem kommunalen Dienstleistungsunternehmen

1. Ausgangssituation

  • In den verschiedenen Bereichen des Unternehmens werden unterschiedliche Verfahren zur Azubiauswahl angewandt.
  • Trotz vieler Bewerbungen stehen oft nicht viele Azubis zur Auswahl, bei denen die gewünschten Eigenschaften deutlich erkennbar sind.
  • Oft ist viel „Fingerspitzengefühl“ gefragt, um die benötigten Informationen zu bekommen bzw. um das tatsächliche Potenzial der Bewerber/-innen zu erkennen.


2. Zielsetzung

  • Entscheidungssicherheit verstärken – Fehlentscheidungen reduzieren
  • Mehr Objektivität schaffen durch standardisiertes Vorgehen
  • Bauchentscheidungen begründen können
  • Eigenes Verhalten beim Auswahlgespräch reflektieren
  • Von jedem Bewerber/jeder Bewerberin ein Optimum an Informationen gewinnen
  • Auswahlprozess in den verschiedenen Bereichen vergleichen und optimieren


3. Durchführung der Maßnahme

  • Vorabtermin zur Erhebung der Ist-Situation und des genauen Bedarfs
  • 1,5-tägiger Workshop mit hohem Praxisanteil: Teilnehmer/-innen vertiefen jeden Schritt des Auswahlprozesses durch Übungen und Rollenspiele. Im Vorfeld wurden vom Trainer/von der Trainerin Arbeitsmaterialien und Checklisten/Leitfäden entwickelt – angepasst an den im Vorgespräch erhobenen Bedarf. Diese werden den Teilnehmern/Teilneherinnen zur Verfügung gestellt und im Plenum bzw. in Kleingruppen angepasst und weiterentwickelt.
  • Eigenständige Nachbereitung durch die Teilnehmer/-innen, Vereinbarung von Arbeitsgruppen zur Weiterentwicklung und Vereinheitlichung der eingesetzten Auswahlmethoden


4. „Knackpunkte“ beim Ablauf der Maßnahme

  • Zu Beginn sehr hoher Diskussionsbedarf durch die unterschiedlichen Erfahrungen der Teilnehmer/-innen, im Verlauf des Workshops positive Bewertung des Erfahrungsaustausches


5. Abschließende Bewertung

  • Teilnehmer/-innen verfügen über das notwendige Handwerkszeug, haben erste konkrete Erfahrungen in der Anwendung und geben an, fundiertere Entscheidungen treffen zu können
  • Sensibilisierung für Beurteilungsfehler und für eigene Schwächen bei der Bewerberauswahl ist erfolgt
  • Handlungsspektrum wurde durch neue/standardisierte Methoden und Erfahrungsaustausch erweitert
  • Basis für mehr Zusammenarbeit und einen einheitlicheren Auswahlprozess innerhalb des Unternehmens ist gelegt, Vereinbarungen zur gemeinsamen Weiterentwicklung sind getroffen