Juni 2010 – Landratsamt Fürstenfeldbruck – Rückblick und Einblick in eine Führungswerkstatt


Erlebnisbericht aus dem Landratsamt Fürstenfeldbruck

Fuehrungskraefte Foerderprogramm
Die Teilnehmer/-innen
des Führungskräfte-
Förderprogramms

Was erwartet eine Crew von neun Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Landratsamtes, die erfolgreich an einem Assessment-Center teilgenommen haben? Viel abgehobene Theorie zum Thema Führen? Trockene Kurse mit der Erwartung auf eine Teilnahmebestätigung, die sich gut in der Personalakte macht und welche eventuell die Karriere beschleunigt? Endlich praktikable Rezepte zum Abheften, wie „man“ wirklich erfolgreich mit Mitarbeitern/-innen umgeht?

Weit gefehlt, es war nämlich so: In einem eintägigen Startworkshop zum Führungskräfte-Förderprogramm (FP) im Januar 2009 lernten wir unseren Akademie-Trainer Herrn Pfreimer kennen, reflektierten über das hinter uns gebrachte Assessment-Center, durften unsere Erwartungen zum FP insgesamt vorbringen und beschäftigten uns bereits mit wichtigen Bestandteilen des FP (z. B. Projektarbeit, Mentoring durch Vorgesetzte). Außerdem beschnupperten wir uns und begannen uns gegenseitig kennen zu lernen.

Das erste dreitägige Seminar „Fit für die Rolle als Führungskraft“ in Wallgau war der Initiativzünder für eine äußerst lehrreiche Zeit, die zunächst insgesamt zwei Jahre dauern sollte. Das in diesem ersten Seminar Erlebte ging weit über die Erwartungen hinaus, die uns ursprünglich für ein solches vorschwebten. Neben dem in kurzweiliger Art und Weise vermittelten Basiswissen zum Thema „Team und Führung“, durften wir an einem Outdoortraining in freier Natur teilnehmen, wo wir bei der Bewältigung von gemeinsamen (scheinbar zunächst unüberwindbaren) Aufgaben als Team und Gruppe förmlich zusammengeschweißt wurden. Ohne diese gemeinsame Gruppenerfahrung wäre das weitere FP wohl nicht so erfolgreich verlaufen.

Nicht nur beim ersten Seminar, sondern über das komplette FP lernten wir unseren Trainer Georg Pfreimer als jemanden kennen und schätzen, der es vorzüglich versteht, seine Themen anschaulich und mit Praxisbezug zu vermitteln. Darüber hinaus begeistert und veranlasst er uns, das Erlernte sofort in die Praxis umzusetzen (z. B. durch Bildung von Lernpartnerschaften) und es real und aktiv in die Verwaltungsorganisation einzubringen (z. B. Kommunikation mit dem Landrat über Kaminabende, Mentorenprogramm im Landratsamt). Seine stets positive Einstellung und Befähigung zur Begeisterung von Menschen ist hervorzuheben.

Sämtliche Workshops und Seminare waren höchst interessant und kurzweilig gestaltet. Es gelang vorzüglich, alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer in die Gestaltung des jeweiligen Themenprogrammes aktiv einzubeziehen. Begleitend lernten wir Projektarbeit. „Führen durch Ziele – Zielvereinbarung als Konzept des Führens zur Leistung“ war unser Thema. Flankiert von einem eintägigen Projektworkshop und einem dreitägigen Seminar zum Projektmanagement entwickelte sich die Projektarbeit in regelmäßigen zweiwöchentlichen Treffen der Seminarteilnehmer/-innen bis hin zur schriftlichen Empfehlung für die Amtsleitung zur praktischen Umsetzung eines Zielvereinbarungsprozesses im Landratsamt. Die Mitarbeiter/-innen des Landratsamtes hatten über zahlreiche von unserer Gruppe veröffentlichte Infobriefe die Möglichkeit, sich über unsere Projektarbeit zu informieren.

Die Projektarbeit war darüber hinaus eine interessante Möglichkeit, mit der Amtsleitung und den Führungskräften im Landratsamt zum Thema „Kommunikation und zur Führungskultur im Amt“ ins Gespräch zu kommen und damit ganz praktisch auch die Kommunikation im Amt zu fördern. Als erfolgreiche Ergebnisse dieser Kommunikationsoffensive entwickelten sich mehrere Kaminabende des Landrats mit bzw. auf verschiedenen Führungsebenen (Abteilungsleiter, Referatsleiter, Sachbereichsleiter). Erkenntnisse aus diesen Kaminabenden wurden von der Amtsleitung bereits verbindlich in einem Maßnahmekatalog/20-Punkte-Plan (Neue Wege der Kommunikation) formuliert.

Das FP profitierte darüber hinaus von der guten Organisation durch Frau Vetter im LRA (Personalentwicklung), die stets alle Veranstaltungen optimal koordinierte und Schnittstelle zur Bayerischen Akademie für Verwaltungs-Management war. Äußerst positiv erwähnenswert und empfehlenswert ist auch noch der Seminarbaustein mit Trainer Thomas Schlayer, der uns in Sachen „Positive Ausstrahlung und Rhetorik“ sehr unterstützt hat.

Zusammenfassend ist aus Sicht der Seminarteilnehmerinnen und -teilnehmer festzuhalten, dass das FP sowohl bei den Betroffenen als auch im Landratsamt viel bewegt und angestoßen hat und breit gestreut auch nach Seminarende weiter Wirkung entfaltet.

Anmerkung der Akademie:

Auch uns und unseren Trainern hat die Führungswerkstatt im Landratsamt Fürstenfeldbruck viel Spaß gemacht. Eine gelungene Mischung aus Führungskräfteauswahl, Führungskräfteweiterbildung, Einbeziehung des Umfeldes und der Entwicklung von Ideen für eine wertschätzende und innovativen Kultur der Zusammenarbeit ist entstanden. Schön das zu sehen und vielen Dank für das Vertrauen!

Pfreimer GeorgTrainer Georg Pfreimer vorgestellt

Dipl. oec. Georg Pfreimer arbeitet schon seit vielen Jahren freiberuflich als Trainer für die Bayerische Akademie für Verwaltungs-Management. Seine Schwerpunkte sind die Konzeption und Durchführung von Entwicklungsprogrammen für Führungskräfte. Zusammen mit der Bayerischen Akademie für Verwaltungs-Management entwickelt er spezifische Programme sowohl für Nachwuchs- als auch für erfahrene Führungskräfte. Weitere Themen von Georg Pfreimer sind Einführung und Umsetzung der Leistungsorientierten Bewertung und von Zielvereinbarungssystemen sowie Moderation und Outdoor-Trainings.

 

Ansprechpartner/in:
Dr. Joachim Simen
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Jennifer Graf
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